Gemeinderat entscheidet sich für größeren Neubau an altem Standort in Memhölz-Ried

Unterm Strich wird der Neubau die Gemeinde Waltenhofen womöglich etwas mehr kosten. Doch aus Sicht des Gemeinderats ist die Selbstständigkeit der Feuerwehr in Memhölz-Ried bedeutender. Deswegen entschied sich das Gremium während seiner jüngsten Sitzung einstimmig für den Bau eines neuen Hauses am bisherigen Standort – und damit gegen das Angebot eines Schreiners. Er hätte die Rettungskräfte rn seinem geplanten Neubau untergebracht.
Das jetzige Feuerwehr haus ist zu klein. Dort muss künftig Platz sein für ein „wasserführendes Fahrzeug“. Dazu sind Heizung und Dämmung notwendig. Bauamtsleiter Klaus Hager bezeichnete die Entscheidung als „wichtigen Meilenstern“ und stellte zunächst Vor-und Nachteile dar. Für die Lösung Schreinerei sprechen aus Sicht der Verwaltung zum Beispiel: Das Gebäude wäre schneller fertig, es stünden mehr Parkplätze zur Verfügung und es wäre kein Grunderwerb nötig. Als Nachteile nannte Hager unter anderem die Abhängigkeit vom Vermieter. Außerdem erhalte die Gemeinde dann keinen Zuschuss, Mieterhöhungen seien nicht auszuschließen und ebenso wenig Probleme mit dem Anlieferverkehr.
Der Bauamtsleiter legte eine grobe Kostenschätzung vor. Demnach kostet der Neubau zwischen 484000 und 534000 Euro. Für die Pacht -auf 30 Jahre gesehen – müsse die Gemeinde voraussichtlich 360000 zahlen. Diese Summe allerdings sei ungeachtet etwaiger Erhöhungen. Außerdem, so betonte Hager nach der Sitzung, sei Ziel, den Feuer-wehrhaus-Neubau noch günstiger zu gestalten. Auch gehe die Verwaltung davon aus, dass die Feuerwehr einen Teil durch Eigenleistung abdeckt.
In einem Gespräch mit den Beteiligten habe es eine Tendenz in Richtung Feuerwehrhaus-Neubau gegeben, damit die Selbstständigkeit der Retter gewahrt bleibe. Dem folgte der Gemeinderat ernstimmig. Dank erhielt der Schreiner, der angeboten hatte, die Feuerwehrler unterzubringen, (jaj)
Bericht Allgäuer Zeitung 21.03.2018
